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Zahmmedizinisches Kompetenzzentrum

Gentest

Gentest

Bei der Entstehung einer Parodontitis spielt die Reaktion des Immunsystems auf Bakterien eine große Rolle. Sie ist genetisch festgelegt und ein zusätzlicher Faktor, ob sich eine Parodontitis entwickelt und wie schwer ihr Verlauf ist. Ob im konkreten Fall eine solche erbliche Veranlagung vorliegt, kann durch einen Gentest erfasst werden. Der Test ist insbesondere sinnvoll, wenn nahe Verwandte bereits an einer Parodontitis erkrankt sind.

Für den Gentest wird ein Abstrich der Mundschleimhaut oder eine Blutprobe genommen. Im Labor werden die Gene untersucht, die für die Produktion bestimmter Botenstoffe (Interleukin 1) des Immunsystems zuständig sind.

Liegt eine bestimmte „Version“ dieser Gene vor, reagiert das Immunsystem sehr heftig auf Bakterien im Zahnbelag. Das Zahnfleisch entzündet sich schneller und es kommt rascher zu Schädigung des Kieferknochens. Grundvoraussetzung für die Entstehung der Erkrankung ist allerdings immer, dass bakterielle Beläge vorhanden sind. D. h. mit einer guten Mundhygiene kann in jedem Fall das Risiko der Parodontitis gesenkt werden, auch wenn die Erkrankung genetisch begünstigt ist. Wird durch den Gentest eine solche Veranlagung entdeckt, stimmen wir mit Ihnen gemeinsam Ihre individuelle Prophylaxe darauf ab. Ziel ist es, den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Beispielsweise können regelmäßige Dentalhygiene in kurzen Intervallen vereinbart werden, bei denen die bakteriellen Zahnbeläge vorständig entfernt werden.

Ein wichtiger Baustein bei einer genetischen Veranlagung zur Parodontitis ist außerdem Ihre eigene, sorgfältige häusliche Zahnpflege. Wir werden Sie gerne beraten, wie Sie diese weiter optimieren können.

Unsere Doppelstrategie

Parodontologie