Das PCCS (Platelet Concentrate Collection System) ist eine spezielle Technik, um Blutplasma mit einer erhöhten Anzahl an Blutplättchen zu gewinnen.
Blutplättchen sorgen nicht nur für den Verschluss einer Wunde, indem sie miteinander verklumpen (Blutgerinnung). Sondern sie setzen darüber hinaus Wachstumsfaktoren frei, die die Heilung einer Wunde fördern. Diese Eigenschaft macht man sich beim PCCS zunutze: Das gewonnene „plättchenreiche Plasma“ (PRP – platelet rich plasma) wird unter anderem bei Implantationen und Knochenaufbau, aber auch gelegentlich in der Parodontologie eingesetzt. Es kann die Heilung von Weichgewebe fördern sowie die Knochendichte („Knochenqualität“) des neugebildeten Knochens erhöhen. Eingriffe, bei denen plättchenreiches Plasma eingesetzt wird, verlaufen häufig mit geringeren Beschwerden und Schwellungen.
1. Blutentnahme
Kurz vor dem Eingriff, beispielsweise vor einem Knochenaufbau, entnehmen wir Ihnen eine geringe Menge Blut (54 ml), das mit einem gerinnungshemmenden Stoff gemischt wird.
2. Herausfiltern der Blutplättchen
In einem speziellen Gerät, einer Zentrifuge (PCCS der Firma 3i), werden die Blutplättchen herausgefiltert. Es entsteht ein „plättchenreiches Plasma“ (PRP – platelet rich plasma), das in einem sterilen Röhrchen aufbewahrt wird.
3. Einfügen an der entsprechenden Stelle
Das Plasma wird entsprechend verwendet. Es kann z. B. für einen Knochenaufbau oder während der Parodontitistherapie zum Erhalt stark gelockerter Zähne eingesetzt werden.
Die im plättchenreichen Plasma in hoher Zahl enthaltenen Wachstumsfaktoren können die Heilung des Knochens fördern: Die große Anzahl an Blutplättchen bewirkt, dass die kleine Wunde sehr gut versorgt wird.
Das PCCS ist bei verschiedenen Anwendungen erfolgversprechend: